Der Kommunalpräventive Rat der Stadt Norderstedt
Zwecke und Ziele:

Wie wollen wir vorgehen?
Fast in jeder Gemeinde gibt es Bereiche, in denen etwas 'nicht stimmt' - erste Anzeichen einer beginnenden Verwahrlosung von z. B. Spielplätzen oder auch Parkanlagen, gehäuft auftretender Vandalismus, Brennpunkte für Auseinandersetzungen wie z. B. Jahrmarkt, etc., um nur einige Beispiele zu nennen.

Kommunale Prävention beginnt damit, dass jemand solche Problembereiche erkennt - Motto: "Hinschauen und Handeln" - und gemeinsam mit anderen Lösungen sucht. Aus der Idee werden erste konkrete Überlegungen.

Der erste Arbeitsschritt ist das Erkennen der Probleme, die den Menschen in der Stadt Sorgen machen. Eine Analyse kann dann beispielsweise vom kommunalen präventiven Rat in Kooperation mit der Amtsverwaltung und gemeinsam mit der Polizei erarbeitet werden.

Der nächste Schritt ist es, alle potentiell Interessierten an einen Tisch zu bringen.
Denn wenn kommunale Ämter, Polizei, Schulen, Kirchen, Vereine und Verbände sich mit interessierten Privatpersonen zusammensetzen und die jeweils verschiedenen Informationen darüber zusammenführen, wo es 'brennt', ergeben sich allein daraus häufig schon wichtige Ansatzpunkte für gemeinsame Projekte. Daher erschien das Einrichten eines solchen kommunalen präventiven Rates auch für die Stadt Norderstedt als sinnvoll.

Folgende denkbare Arbeitsfelder kommen für den kommunalen präventiven Rat in Betracht:

    * Kinder- und Jugendkriminalität
    * Sicherheit von älteren und alten Menschen
    * Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in der Gemeinde
    * Verkehrssicherheit
    * Mehr Sicherheit durch gute Nachbarschaft
    * Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger
    * Menschenfreundliche und kriminalitätsfeindliche Stadtplanung

Bei der Vielfalt der denkbaren Themen wird sehr schnell deutlich, dass im kommunalen präventiven Rat nicht Alle alles machen können. Deshalb ist es vernünftig, dass man die Arbeit sinnvoll aufteilt.

Dafür gibt es kein einheitliches Rezept. Daher müssen wir für uns ein realisierbares Modell finden. Verschiedene Organisationsformen sind möglich. Wichtig ist aber in jedem Fall, möglichst einfache und überschaubare Strukturen zu schaffen.

Für die Erarbeitung und Durchführung konkreter Projekte kann das Gremium Arbeitsgruppen einsetzen. Dabei sollte sich die personelle Zusammensetzung am Inhalt der Aufgabe orientieren, d.h.: Jeder sollte dort mitarbeiten, wo er gebraucht wird und wo er sich am besten auskennt.


Wer kann sich einbringen?
Grundsätzlich jede und jeder.

Beispielsweise:

    * Kommunale Verwaltung
    * Kindergarten und Schule
    * Jugendarbeit und Jugendhilfe,
    * Sportvereine
    * Wirtschaft, z. B. Gewerbeverein oder auch einzelne Firmen
    * andere Vereine, z. B. Frauen helfen Frauen
    * Wohlfahrtsverbände, Kirchen
    * Polizei
    * Medien
    * Bürger


Und die Bevölkerung?
Der kommunalen präventiven Rat soll und darf kein Exklusivclub für Fachleute sein. Im Gegenteil. Er muss mit seiner Arbeit das aufgreifen, was der Bevölkerung "auf den Nägeln brennt". Er muss offen sein für jede Anregung oder Idee (ggf. auch auf digitalen Wegen) - ob sie von einem fünfjährigen Kind oder von einer Bürgerinitiative vorgetragen wird - wo irgend möglich, sollte die Bevölkerung unmittelbar einbezogen werden.